Auch Menschen mit Behinderungen sind vom Klimawandel betroffen

Am Weltumwelttag stehen die Klimakrise und ihre Opfer im Mittelpunkt. Unter ihnen sind auch Menschen mit Behinderungen, die am schlimmsten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.
Armando mit seiner Frau (c) Light for the World

Armando hat die verheerenden Auswirkungen der Klimakrise durch den Zyklon Idai am 15. März 2019 in Mosambik miterlebt. Der 90-jährige Mann ist blind und konnte nur dank der Hilfe seiner Familie überleben. Auch im Alltag benötigt Armando Unterstützung. Er weiss um sein Glück, doch viele Menschen mit Behinderungen sind auf sich alleine gestellt. Hinzu kommt nun auch die Angst vor COVID-19.

“HelferInnen haben Angst vor einer Ansteckung”, sagt Armando, “und wenn es zuhause keine Unterstützung mehr gibt, wer wird dann noch helfen? So viele Menschen mit Behinderungen leben alleine”, weiss der 90-Jährige. 

Zyklon Idai – Unzählige Existenzen sind zerstört 

Starker Regenfall, tief liegende Landstriche und schlecht konstruierte Unterkünfte haben Zyklon Idai zu einem der schlimmsten Wirbelstürme des globalen Südens gemacht. Wegen des steigenden Meeresspiegels, ausgelöst durch den Klimawandel, waren die Fluten enorm. 

Tausende Menschen kamen ums Leben, viele wurden verletzt und Millionen verloren ihr Zuhause. Besonders verheerend waren die Folgen für Menschen mit Behinderungen, deren Mobilität und Zugang zu Hilfe eingeschränkt ist. 

Hilfe auf jeder Ebene

Auch ein Jahr später unterstützt LICHT FÜR DIE WELT Betroffene mit Lebensmitteln, hilft Häuser wiederaufzubauen und stellt Baumaterialien und Hilfsmittel wie Rollstühle und Krücken zur Verfügung. Auch auf physischer und psychischer Ebene helfen wir. Ausgebildete RehabilitationstrainerInnen helfen Menschen mit Behinderungen und PsychologInnen unterstützen traumatisierte Menschen beim Verarbeiten ihrer Erlebnisse. Seit der COVID-19 Pandemie helfen wir auch mit Hygieneprodukten und anderen wichtigen Gütern. 

Eine Stimme für Menschen mit Behinderungen

“Menschen mit Behinderungen sind stark vom Klimawandel und Katastrophen betroffen. Doch sie werden in Debatten und Massnahmen gegen den Klimawandel kaum berücksichtigt, ” sagt Johanna Mang Abteilungsleitung Recht & Advocacy bei LICHT FÜR DIE WELT.

“An diesem Weltumwelttag ruft LICHT FÜR DIE WELT Regierungen, NGOs und die Zivilgesellschaft dazu auf, Menschen mit Behinderungen in alle Klimamassnahmen mit einzubeziehen. Um den globalen Kampf gegen den Klimawandel auf die nächste Ebene zu heben, darf niemand zurückgelassen werden.”

Nutzen wir den heutigen Weltumwelttag, um aktiv zu werden. Mit jedem Tag, der verstreicht, leiden mehr Menschen unter den Auswirkungen des Klimawandels. Deswegen müssen wir jetzt handeln!