Die Olympischen Spiele gehen in die zweite Runde

SpitzensportlerInnen mit Behinderungen messen ihre Leistung bei den Paralympischen Spielen in Tokio.
Der Kenianer Henry Wanyoike erblindete mit 21 und ist heute erfolgreicher Läufer. (c) Licht für die Welt

Begleitläufer Paul Wanyoike, der Schweizer Leichtathlet Marcel Hug und die Marathonlegende und Botschafter von Licht für die Welt Henry Wanyoike (von links nach rechts).
© Licht für die Welt

In 22 verschiedenen Disziplinen, von denen 9 nur bei den Paralympischen Spielen existieren, messen SpitzensportlerInnen mit Behinderungen ihre Leistung. Von der 1,2 Milliarden grossen Bevölkerungsgruppe mit Behinderungen haben sich aus der Schweiz 13 Athletinnen und 8 Athleten für Tokio qualifiziert. 

Marathonlegende Henry Wanyoike - Botschafter von Licht für die Welt

Mit dabei sind langjährige Unterstützer von Licht für die Welt, darunter der weltweit schnellste blinde Spitzenläufer und Marathonlegende Henry Wanyoike, der diesen Frühling auch am Elitelauf der 16. Ausgabe des «Harmony Geneva Marathon for UNICEF» und im 2019 beim Zürcher Marathon teilnahm. Der Sportstar gewann bisher mehrere Goldmedaillen bei den Paralympischen Spielen und trat bei zahlreichen Marathons auf allen Kontinenten an. Seine Weltrekorde über 5’000m, 10’000m und im Marathon sind bis heute unübertroffen.

Wanyoike setzt sich für alle Menschen mit Behinderungen ein, damit sie gleichwertige Chancen und Rechte in der Gesellschaft erhalten. Ein Ziel, das auch Licht für die Welt als gemeinnützige Organisation für Inklusion und Entwicklungszusammenarbeit verfolgt. Mit Projekten wie beispielsweise das Bildungsprogramm «One Class For All» in Äthiopien und Burkina Faso ist Licht für die Welt weltweit Vorreiterin für eine inklusive Gesellschaft auf allen Ebenen. Die Menschen sollen unabhängig von ihren Behinderungen eine Chance auf Bildung und eine selbstbestimmte Zukunft haben.

Licht für die Welt baut auf sportliche Aktivitäten

Sport schafft eine besondere Verbundenheit, auf die Licht für die Welt in den inklusiven Sportprojekten baut. Menschen mit Behinderungen stärken dabei ihre Verbindung zum eigenen Körper und beim gemeinsamen Spielen werden Vorurteile abgebaut.

Das erste von Licht für die Welt unterstützte Blindenfussballteam in einem sudanesischen Flüchtlingscamp hat massgeblich zu einem freudvolleren Miteinander zwischen den Ethnien im Camp beigetragen. Auch in Mosambik kooperiert Licht für die Welt mit dem Paralympischen Komitee. Dadurch können 250 Menschen mit Behinderungen unter anderem Rollstuhlbasketball trainieren. 

Sport begünstigt auch die Entwicklung der Persönlichkeit. Henry Wanyoike ist dafür ein beeindruckendes Beispiel: Nachdem der Kenianer wegen eines Schlaganfalls mit 21 Jahren erblindete, war er am Boden zerstört. In einem von Licht für die Welt unterstützten Rehabilitationszentrum für blinde Menschen fasste er neuen Mut: „Diese Einrichtung war ein Wendepunkt für mich – ich wurde selbstständig und lernte wieder Sport zu machen“, berichtet Wanyoike über seine persönliche Entwicklung zum erfolgreichen Spitzenathlet.

#Wethe15

Die weltweite Kampagne #Wethe15 hat das Ziel, die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen zu beenden. Licht für die Welt ist Teil dieser Koalition gemeinsam mit anderen Organisationen aus den Bereichen Sport, Menschenrechte, Politik, Wirtschaft, Kunst und Unterhaltung. Als Zeichen der Unterstützung erstrahlen während der Paralympischen Spiele Profilbilder von Social Media Accounts sowie wichtige Gebäude rund um den Globus violett.

Sportgrössen wie der Leichtathlet Thomas Geierspichler oder der Schwimmer Andreas Daniel Onea (von links nach rechts) sowie der Spitzenläufer Henry Wanyoike und der Rollstuhl-Tennisspieler Nico Langmann unterstützen Licht für die Welt.  
© Licht für die Welt