Henry Wanyoike qualifiziert sich für die Paralympics in Tokyo 2021

Henry Wanyoike – Botschafter von Licht für die Welt und weltweit schnellster blinder Spitzenläufer startete am «Harmony Geneva Marathon for UNICEF»
Henry Wanyoike und sein Begleitläufer Paul beim Marathon

Spitzenathlet und Marathonlegende Henry Wanyoike aus Kenia startete als Botschafter der Organisation Licht für die Welt erstmals am Elitelauf der 16. Ausgabe des «Harmony Geneva Marathon for UNICEF». Der international ausgezeichnete Kenianer gilt als einer der schnellsten blinden Läufer der Welt. Der Sportstar gewann mehrere Goldmedaillen bei den Paralympischen Spielen und trat bei zahlreichen Marathons auf allen Kontinenten an. Seine Weltrekorde über 5’000m, 10’000m und im Marathon sind bis heute unübertroffen. Wanyoike setzt sich für alle Menschen mit Behinderungen ein, damit sie gleichwertige Chancen und Rechte in der Gesellschaft erhalten. Ein Ziel, das auch Licht für die Welt verfolgt, die gemeinnützige Organisation für Inklusion und Entwicklungszusammenarbeit. Mit Projekten wie beispielsweise das Bildungsprogramm «One Class For All» in Äthiopien und Burkina Faso ist die weltweit tätige Organisation Vorreiterin für eine inklusive Gesellschaft auf allen Ebenen. Die Menschen sollen unabhängig von ihren Behinderungen eine Chance auf Bildung und eine selbst bestimmte Zukunft haben.

Der kenianische Ausnahmeathlet Henry Wanyoike erreichte heute am Elitelauf des «Harmony Geneva Marathon for UNICEF» nach 2 Stunden 46 Minuten das Ziel. Zusammen mit seinem Begleitläufer Paul Wanyoike ging der blinde paralympische Spitzensportler zum ersten Mal in Genf an den Start. «Ich bin sehr glücklich, dass ich als Botschafter von Licht für die Welt an diesem für mich sehr wichtigen Marathon teilnehmen und mich so für die Paralympics in Tokio qualifizieren kann. Gerade in dieser Zeit der Pandemie strahlt ein solcher Anlass starke positive Signale aus und steht für Hoffnung und Optimismus», so Wanyoike. «Licht für die Welt setzt sich nachhaltig in den Armutsgebieten dieser Erde für Inklusion und ein selbstbestimmtes Leben in allen Bereichen ein. Die Mitwirkung von unserem Botschafter Henry und seinem Begleitläufer Paul am «Harmony Geneva Marathon for UNICEF» unterstreicht diese Haltung. Wir sind sehr froh, dass der Marathonlauf in dieser Form stattfinden konnte und beide Spitzensportler die einmalige Chance erhalten haben, daran teilzunehmen. Dem Organisationskomitee sowie unserem Sponsor SIHLMED Ärztezentrum danken wir an dieser Stelle herzlich für ihre Unterstützung», ergänzt Christina Anderegg, Geschäftsführerin von Licht für die Welt in Zürich.

Wanyoikes langer Lauf ins Licht

Der 1974 geborene Kenianer Henry Wanyoike erblindete im Alter von 21 Jahren durch einen Schlaganfall. Dieser Schicksalsschlag traf den talentierten Läufer wie ein Blitz. Erst in einem von Licht für die Welt geförderten Rehabilitationszentrum für blinde Menschen nahe der Hauptstadt Nairobi, fasste er neuen Mut und begann seinen Start in Richtung Läuferolymp. Wanyoike hält nach wie vor den Weltrekord über 5’000m und 10’000m. In Hamburg lief er mit 2:31:31 die schnellste jemals gelaufene Marathonzeit eines blinden Athleten. Der internationale Sportstar gilt als der weltbeste sehbehinderte Marathonläufer. Er gewann drei Goldmedaillen bei den Paralympischen Spielen und trat bei zahlreichen Marathons auf allen Kontinenten an. Legendär ist sein Rennen in Sydney 2000, als er seinen sehenden Begleiter über die Ziellinie schleppte. Heute ist Wanyoike Botschafter von Licht für die Welt. Er setzt sich weltweit für Menschen mit Behinderungen ein. In seinem Buch „Mein langer Lauf ins Licht“ erzählt Wanyoike über sein unglaubliches Leben

Laufen für einen guten Zweck

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die 16. Ausgabe des «Harmony Geneva Marathon for UNICEF» dieses Jahr in angepasster Form statt. Sechs verschiedene Laufdisziplinen können individuell vom 1. bis 30. Mai 2021 in Genf absolviert werden. Der «Harmony Geneva Marathon for UNICEF» bietet Teilnehmern aller Altersund Leistungsklassen die Gelegenheit, ihre sportlichen Grenzen zu testen und sich gleichzeitig für benachteiligte Kinder zu engagieren. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums von UNICEF und der Verschärfung der Bildungskrise wegen Covid-19 fliessen die Spenden dieses Jahr in weltweite Bildungsprogramme von UNICEF.