Inklusive Bildung bringt mehr und kostet weniger

Politische Versäumnisse kosten laut neuem Bericht Millionen Kinder ihre Schulbildung
Inklusiver Unterricht in Burkina Faso

Ein Bericht, der heute den Vereinten Nationen vorgelegt wird, hält fest, dass Millionen Kinder mit Behinderungen nicht in die Schule gehen können, weil zu wenig oder gar kein Geld für ihre Bedürfnisse ausgegeben wird.

Der Bericht "#CostingEquity; The case for disability-responsive education financing" zeigt auf, dass dieses Problem ein bedeutender Stolperstein bei der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele ist, die inklusive und hochwertige Bildung für alle bis zum Jahr 2030 vorsieht. Die Untersuchung, die dem Bericht zugrundeliegt, wurde vom Internationalen Konsortium für Behinderung und Entwicklung (IDDC) vorgenommen und von LICHT FÜR DIE WELT, Open Society Foundations und anderen führenden Organisationen für Behindertenrechte und Entwicklung unterstützt. Gemeinsam rufen sie Regierungen und SpenderInnen auf, hier dringend tätig zu werden.

#CostingEquity spricht sich deutlich für Inklusive Bildung aus, die als die beste Methode angesehen wird, um Kinder mit Behinderungen zu erreichen. Damit lassen sich innerhalb des normalen Bildungssystems hochwertige Lernmöglichkeiten für die grosse Mehrheit aller Kinder schaffen.

Inklusive Bildung leistet mehr als Sonderschulen

LICHT FÜR DIE WELT unterstützt in mehr als 20 Programmen zur Inklusiven Bildung Kinder mit Behinderungen. Diese Programme zeigen, welche ungenutzten Möglichkeiten diese Methode bietet. Anders als Sonderschulen erreicht sie auch in entlegenen und armen Regionen den grössten Teil aller Kinder. In unserer Zielregion Garango in Burkina Faso hat sich der Anteil der behinderten Kinder, die eine Schule besuchen, seit Beginn unseres Programms im Jahr 2009 von 5% auf über 60% verzwölffacht.

Obwohl inzwischen also überwältigende Belege für die Vorteile inklusiver Bildung - vor allem während der frühen Kindheit - vorliegen, scheren sich viele Regierungen und Geldgeber nicht um die Resultate. Allzu oft werden finanzielle Zuwendungen explizit an die Verwendung für Sonderschulen gebunden oder Kinder mit Behinderungen überhaupt vergessen. Der Bericht stellt fest, dass bis heute kaum in systematische Reformen investiert wird, die hier Abhilfe schaffen könnten.

Sie können den Bericht hier herunterladen und sich selbst ein Bild machen.