Omari traut seinen Augen kaum

Omari aus Tansania wächst in einer dunklen Welt auf
Foto: Omari nach der Operation am Grauen Star. Credit: Manuel Ferrigato

Wenige Monate nach der Geburt des kleinen Omari legt sich ein grauer Schleier über seine neugierigen Augen. Nach und nach sieht er immer schlechter. Der Bub aus Tansania wächst in einer dunklen Welt auf. Als seine Freunde eifrige Erstklassler sind, bleibt Omari traurig zurück. In einem Entwicklungsland haben blinde Kinder kaum eine Chance, zur Schule zu gehen und der Armut zu entkommen. Der Mutter bricht fast das Herz, ihren Sohn so zu sehen. 

Es gibt Hoffnung

Omari ist 11 Jahre alt, da erreicht die Familie die rettende Nachricht: in einem Krankenhaus, 260 km entfernt, können blinde Kinder wieder sehend gemacht werden. Blindheit heilen? Das haben Omaris Eltern noch nie gehört. Doch sie setzen Himmel und Erde in Bewegung, glauben an das Wunder und bringen ihren Sohn in die Klinik am Fuße des Kilimandscharo. Dort geht alles sehr schnell. Diagnose: Grauer Star. Bereits am nächsten Tag wird Omari operiert. Als ihm danach die Augenklappe abgenommen wird, huschen unzählige Gefühle über sein junges Gesicht: Ungläubigkeit, Neugier, Staunen, unbändige Begeisterung. Zum ersten Mal seit so langer Zeit sieht er das vor unendlicher Erleichterung strahlende Gesicht seines Vaters.

Endlich sehen

Auf der Heimreise schmiedet Omari Pläne für seine Zukunft. Er will endlich in die Schule gehen. Und dann möchte er den Führerschein machen und Busfahrer werden. Doch vorerst lässt er sich ganz fest von seinem Papa umarmen und blickt glücklich in die für ihn so neue Welt.