Wohin hätte der blinde Wilhelm Tell gezielt?

Unsere Verhüllungs-Tour durch die Schweiz zum Welttag des Augenlichts am 11. Oktober.
Gabriel Müller und Sabine Keller von Licht für die Welt mit verbundenen Augen

Wie wäre die Geschichte von Wilhelm Tell und seinem Sohn Walter ausgegangen, wäre der Vater blind oder sehbehindert gewesen? Nicht auszudenken. Gewiss ist jedoch, dass bis heute 75% der Erblindungen und Sehbehinderungen auf unserer Erde durch Präventionsmassnahmen vermeidbar wären. Jeder Zweite der weltweit 36 Millionen blinden Menschen leidet am Grauen Star und könnte durch eine Augenoperation geheilt werden, die etwa 15 Minuten dauert. Nach oft jahrelanger Blindheit. In Entwicklungsländern, wo 90 Prozent der sehbehinderten und blinden Menschen leben, fehlt es jedoch an allen Ecken und Enden. Ein signifikanter Mangel an augenmedizinischem Gesundheitspersonal, eine massive Unterversorgung an Medikamenten und Operationsmaterial sowie unzureichend medizintechnisch ausgestattete Krankenhäuser sind der Grund für die immens hohen Blindheitszahlen. Kinderblindheit erhöht zudem die Sterblichkeitsrate der Kleinen dramatisch.

Um darauf aufmerksam zu machen, verbinden Mitarbeiter von ‚Licht für die Welt‘ im Zeitraum von 08.-11. Oktober 2018 schweizweit historischen Statuen bekannter Persönlichkeiten für eine Gedenkminute die Augen.

„Ziel dieser landesweiten Statuenverhüllungen ist es, öffentliches Bewusstsein für Augengesundheit in der Schweiz wie auch in den Armutsgebieten unserer Erde zu schaffen. Denn Prävention rettet Augenlicht“ erklärt Gabriel Müller, Geschäftsführer vom Verein Licht für die Welt in Zürich.

Die Tour führte Licht für die Welt durch 14 Städte, wobei 17 Promi-Statuen verhüllt wurden: Darunter  Bern, Schaffhausen, St. Gallen, Winthertur, Basel, Aarau, Solothurn, Luzern, Wattwil, Vaduz, Altdorf, Zug und Zürich.

Ermöglicht wird die Bewusstseinskampagne durch die Stiftung „Perspektiven“ von Swiss Life.

Mehr zur Tour können Sie im Tagblatt  und Solo Thurner Zeitung nachlesen.