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Tod und Zerstörung nach Zyklon in Mosambik

20.03.2019

Die Berichte über das Ausmass von Zerstörung und Verzweiflung in Mosambik kratzen buchstäblich an der Oberfläche. Luftaufnahmen vom Katastrophengebiet liessen Präsident Filipe Nyusi jüngst mehr als 1.000 Todesopfer befürchten. 400.000 Obdachlose stehen nach aktuellen Einschätzungen inmitten der Verwüstung. Ein aktueller Lagebericht der Schweizer Hilfsorganisation Licht für die Welt zeichnet ein Bild des Schreckens.

Zürich. Am 14. März ist Zyklon „Idai“ mit voller Wucht auf die Küste von Mosambik geprallt. Die Hafenstadt Beira ist mit ihren 500.000 Einwohnern besonders stark betroffen, etwa 90 Prozent der Häuser sind stark beschädigt oder zerstört. Doch genaue Zahlen wird es in absehbarer Zukunft nicht geben, denn die Versorgung von Beira ist auf allen Ebenen zusammengebrochen. Fabrizio Graglia, langjähriger Projektpartner der Schweizer Hilfsorganisation Licht für die Welt mit Schwerpunktarbeit in der Katastrophenregion berichtet aktuell aus Mosambik: 

„Wir sind ohne Strom, Kommunikation, Treibstoff, Nahrung, Trinkwasser und Strassenverbindungen. Dieser Zyklon hat nur Tod und Zerstörung hinterlassen. Die Schulen, unser Büro, die noch erhalten gebliebenen Spitäler sind Zufluchtsorte für hunderte Familien geworden, die alles verloren haben. Das Dach vom Krankenhaus in Beira stürzte zusammen und tötete fünf Neugeborene auf der Geburtenstation, und noch weitere 160 Menschen kamen in der Einrichtung ums Leben. Der Wind war so stark, dass er die Motoren von den Klimaanlagen an den Fassaden auf die umliegenden Dächer geworfen hat. Kleinere Tiere wurden ebenso buchstäblich weggeblasen und hängen nun tot auf Bäumen und Dächern. Kein Fenster, keine Tür hielt der Wucht von Meerwasser, Sand und Steinen stand. Unsere Häuser wurden Schwimmbecken und wir schützten uns mit Matratzen, um nicht von Glas und anderen Objekten getroffen zu werden.“

Doch es könnte noch schlimmer kommen: Seit Tagen ernähren sich die Überlebenden in Beira lediglich von Früchten und rationieren das Trinkwasser. Der Ausbruch von Seuchen wird befürchtet. Angesichts der angespannten Lage im Überlebenskampf gibt es bereits Unruhen und Plünderungen. In den umliegenden Flüssen schwimmen die Leichen hunderter Menschen.

Fabrizio Graglia endet mit den Worten: „Ich bin bestürzt und geschockt von der Panik in den Gesichtern all jener, die nun um ihr Leben und das ihrer Liebsten fürchten. Wir brauchen dringend Hilfe!“

Die Schweizer Fachorganisation Licht für die Welt leistet Nothilfe für blinde und behinderte Menschen in ihren Hilfsprogrammen in der Stadt Beira und weiteren Einsatzgebieten in Mosambik. Ebenso ist der Wiederaufbau der teilweise zerstörten Licht für die Welt-Augenklinik in Beira ein dringendes Anliegen. 

Spendenmöglichkeit zu finden unter: www.licht-fuer-die-welt.ch  

Kennwort: „Nothilfe Mosambik“

Spendenkonto: IBAN: CH46 0070 0110 0053 62816, BIC: ZKBKCHZZ80A

Interview-Möglichkeit und Rückfragehinweis:

Gabriel Müller, Geschäftsführer Licht für die Welt (zuletzt vor 18 Monaten persönlich im heutigen Krisengebiet in Mosambik gewesen)

Mobil: +41 (0)79 382 10 96 * email: g.mueller@licht-fuer-die-welt.ch 

Licht für die Welt

Licht für die Welt ist eine gemeinnützige Organisation für Inklusion und Entwicklungszusammenarbeit mit Sitz in Zürich. Licht für die Welt rettet Augenlicht und ermöglicht Menschen mit Behinderungen in den Armutsgebieten der Erde eine selbstbestimmte Zukunft. Licht für die Welt fördert die ärmsten und am meisten benachteiligten Menschen in den Armutsgebieten der Welt. Denn sie benötigen die grösste Unterstützung. So schafft die Organisation nachhaltige Veränderung vor Ort – gemeinsam mit MitarbeiterInnen vor Ort, Partnern und Regierungen. Der Schweizer Verein von Licht für die Welt arbeitet im internationalen Netzwerk von Licht für die Welt | Light for the World. Dieses umfasst weitere lokale Licht für die Welt Vereine in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Grossbritannien, Tschechien und den USA. Die Organisation betreibt auch Länderbüros in Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik, Südsudan, Kambodscha und der Demokratischen Republik Kongo.

 Bild für redaktionelle Zwecke bis zum 30.6.2019 kostenlos verwendbar